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Nominierung „Zeitgeschichte digital“-Preis 2019

Schöne Sache, große Freude, Daumen drücken in eigener Sache: Mein Essay über Walter Benjamins letzte Flucht ist für den Zeitgeschichte digital-Preis 2019 nominiert.

Der Verein der Freunde und Förderer des ZZF Potsdam e.V. vergibt den Zeitgeschichte-digital-Preis für einen Beitrag, der „die Chancen digitaler Werkzeuge und die technischen Möglichkeiten einer Online-Präsentation am besten mit einer überzeugenden Fragestellung und überraschenden Ergebnissen zu verbinden weiß“. Diese Einschätzung allein und die Nominierung ist schon eine tolle Anerkennung.

In die Auswahl kommen alle im Vorjahr veröffentlichen Beiträge auf den „Zeitgeschichte-digital“-Portalen docupedia, Visual history, Zeitgeschichte-online und Zeithistorische Forschungen. Die Redaktionen haben in einer Vorauswahl unter den fast 200 Online-Publikationen drei bis vier Nominierungen vorgenommen, macht insgesamt fünfzehn. Spannung bis in den Herbst ist garantiert, die Preisverleihung findet am 28. November 2019 in Potsdam statt.

Hier nochmal der Link zu meinem älteren Post: Nachgehen – Walter Benjamins letzte Flucht und zum ganzen Essay auf Zeithistorische Forschungen.

Nachgehen – Walter Benjamins letzte Flucht

Soeben frisch erschienen in einem Themenheft „Flucht“ der Zeithistorischen Forschungen: mein Essay über Walter Benjamins letzte Flucht. Im September 1940 flüchtete der Philosoph vor den Nazis von Banyuls über die Pyrenäen nach Portbou in Spanien. Vermutlich nahm er sich dort das Leben, weil er glauben musste, an die Gestapo rücküberstellt zu werden.

Wer die Ruta Walter Benjamin nachgeht, verfolgt Spuren der Erinnerung.

Im Herbst 2017 wanderte ich auf den Spuren dieser Flucht, die nicht Sicherheit brachte, sondern den Tod. Seit einigen Jahren ist diese Fluchtroute ein ausgeschilderter Wanderweg und trägt den Namen Walter Benjamins. Rund um die Flucht und Benjamins Selbstmord ranken sich Geschichten und Bezeugungen, es gibt gesicherte und ungesicherte Fakten, Ungenauigkeiten und Zweifel. Davon handelt mein Essay, davon, „wie schwer es ist, eine Flucht zu rekonstruieren – selbst wenn ein Umfeld gebildeter und gut vernetzter Freunde ein unmittelbares Interesse daran hatte, Informationen zu erhalten und zu dokumentieren, und der Flüchtende so prominent war wie Walter Benjamin, kein Namenloser der Geschichte, sondern ein Erinnerter.“

 

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