Schlagwort: Kunst

Kirchberg: Die Zeichnungen

Für Patrizio, Hannas Jugendfreund, ist ihre Rückkehr ins Dorf eine willkommene Gelegenheit, einen Gang rauszunehmen. Er verbringt wieder Zeit auf dem Kirchberg, den er doch nie als seine Herkunft empfunden hatte und wo er dennoch, selbst als Gastarbeiterkind, zugehöriger war als Hanna. Die Besuche in ihrem Haus werden auch für ihn zu einer Reise in die Vergangenheit, und er beginnt, die Geschichte seiner Familie als Graphic Novel zu zeichnen…

 

Axenia Schäfer, Chefredakteurin der Zeitschrift QUICUMQUE und vor allem auch eine begnadete Zeichnerin, hat sich mächtig ins Zeug gelegt und zwei Romanszenen zu bezaubernden Bildern werden lassen.

Antifaschist zwischen Kunst und Politik

Kunst und Politik, antifaschistisches Engagement und kreatives Schaffen gingen bei Josep Renau Berenguer – 1907 in Valencia geboren und 1982 in Ost-Berlin gestorben – Hand in Hand, und erinnert wird sein Name auch deshalb, weil er als Funktionär während des spanischen Bürgerkriegs die wichtigsten Werke des Prado in Sicherheit bringen ließ. Seine antikapitalistischen Collagen, die er 1949 im mexikanischen Exil begann und ab 1958 in der DDR fortführte, waren bisweilen ebenso krude wie historisch ungenau. Fünfzig Jahre später jedoch, nach den tödlichen Ereignissen in Charlottesville und in einer Zeit, da entfesselter Kapitalismus in Verbindung mit Dummheit, rechtsradikalem Gedankengut und atomarem Kettengerassel seine Fratze zeigt, sind Renaus Blätter womöglich weniger verstaubt als gedacht und regen zumindest zur Reflexion über die globale Wirkmacht Amerikas, dessen gesellschaftliche Zerrissenheit und den zyklischen Verlauf von Geschichte an.

Der ganze Artikel in der Rubrik 10 nach 8 auf ZEIT online.

Kunst zu den „Blutorangen“

Buch meets Beitel – was dabei herauskommt, berührt und begeistert. Die Hamburger Künstlerin Anja Pietzarka hat sich von den Blutorangen inspirieren lassen. Sie hat ganz wunderbare Drucke hergestellt, die Bild und Text in Dialog treten lassen.  Was im stillen Stübchen einst entstanden ist, findet in den Werkstätten des Hamburger Museums für Arbeit über den Stechbeitel den Weg auf große Bögen, und es entstehen ganz neue Bild- und Gedankenwelten.

 

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