»Ein Blütenschweif gleitet durch den Türspalt nach draußen. Folge mir.«

 

„Eines der Bücher, die man in diesem Herbst unbedingt gelesen haben muss.“ Ruth Fühner, HR2 Kultur

 

Hanna, eine Frau des Wortes, hatte einen Schlaganfall und kann nicht mehr sprechen. Erschöpft zieht sie sich in das Haus ihrer Großeltern zurück, in dem sie als uneheliches Kind aufgewachsen ist. Doch nicht nur Hanna kommt in ihr altes Dorf, ihr altes Dorf kommt auch zu ihr. Patrizio, der Freund aus Jugendtagen, und ihre Nachbarin Sabrina suchen ihre Nähe. Was als selbstgewählte Einsamkeit gedacht war, wird zu einer Erkundungsreise, die eng mit der Geschichte dieses Hauses auf dem Kirchberg verwoben ist. So eignet sich Hanna ihr Leben noch einmal an und vermag schließlich auch zu erkennen, wer ihr Vater ist.

Was erblickt eine Frau ohne Aussichten noch in ihrem Leben? Was ist Heimat, was ist Zeit? Wie kann, bei allem, was geschehen ist, Frieden herrschen?

 

 

 

Kirchberg ist eine Geschichte über den Verlust der Sprache, aber auch über das, was bleibt, wenn sie abhandenkommt. Was bleibt, sind andere Ausdrucksformen – auch die Musik. Das alte Haus auf dem Kirchberg verwandelt sich im Lauf der Zeit in einen Ort voller Musik. Alle Lieder, die im Text vorkommen, gibt es in einer Playlist zum Nachhören. Viel Vergnügen.