Verena Boos

AUTORIN

Memory Works-Stipendium der Bundesstiftung Aufarbeitung

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergibt dreimonatige Stipendien, die der internationalen Vernetzung und dem grenzüberschreitenden Austausch in Fragen von Erinnerungsarbeit und Auseinandersetzung mit Gewaltherrschaft und Diktatur dienen. Durch vertiefte gegenseitige Kenntnis über die jeweilige Geschichte und deren Verarbeitung sollen alle Beteiligten zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Debatten und deren historischer und politischer, aber auch gesellschaftlicher Hintergründe gelangen.

Mit einem solchen Stipendium arbeite ich zwischen Anfang Juni und Anfang Oktober über drei Monate hinweg am Institut für Sprache, Literatur und Anthropologie des CSIC (Consejo Superior de Investigaciones Científicas) mit dem renommierten Anthropologen Francisco Ferrandiz zusammen. Es geht um die Geschichte und die Geschichten der Diktaturherrschaft, um die historische Erfahrung politischer Gewalt und deren Auswirkungen auf die gegenwärtige spanische Erinnerungskultur. Es bietet mir die einmalige Gelegenheit, mich weiter intensiv mit der spanischen Erinnerungskultur der Gegenwart zu beschäftigen – dies jedoch unter einem neuen Blickwinkel. Nachdem ich ja für die Arbeit an den Blutorangen die Beziehungen zwischen den faschistischen Regimen Deutschlands und Spaniens erforschte, betrachte ich nun die Erinnerungspolitik in vergleichender Perspektive zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Deutschland und der kommunistischen Diktaturen im Osten Europas.

 

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

„Blutorangen“ in spanischer und katalanischer Übersetzung

Ein sehnsüchtiger Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Das Buch kommt nach Spanien!

Seit dieser Woche sind die Übersetzungen ins Spanische und Katalanische erhältlich. Die Verlage Plataforma Editorial und Bromera haben die beiden Editionen in konzertiertem Teamwork herausgebracht, und wir haben Anfang Juni eine Reihe sicherlich interessanter Veranstaltungen in Barcelona:

 

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Lesereise Baden-Württemberg

Ein großes Glück ist es, wenn unerwartet eine Mail ins Fach ploppt, hallo, hier ist das Ministerium, wir hätten da eine gute Nachricht für Sie und könnten Sie uns bitte eine Telefonnummer zukommen lassen.

 

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Spendenaufruf: Gegen Genitalverstümmelung an Mädchen

Ein Medium, für das ich bisweilen arbeite, ist QUICUMQUE, eine Zeitschrift für autarkes Leben, die mit herrlichen Bildern und lakonischem Witz das wichtige Wissen für Bastler und Ausprobierer, Selbermacher und Hobbyfarmer bietet. Dazu spannende Interviews zu den Themen der Gegenwart. Die QUICUMQUE will Freiheit, Selbstbestimmung, Demokratie und gute Laune fördern. Das Magazin ist ein geistreiches, humorvolles, professionell gemachtes und mit Wissen prallvolles Liebhaberprojekt, das mir immer wieder den Horizont weitet. Und sich für die richtigen Dinge einsetzt, zum Beispiel gegen Genitalverstümmelung.

QUICUMQUE hat einen Spendenaufruf gestartet, den ich gerne teile.

Spannende Lektüre frei Haus und Unterstützung für eine lebenswichtige Sache – bitte mitmachen, bitte teilen!

 

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„Blutorangen“ als Taschenbuch

Appettitlich kullern sie auch auf dem Titel der Taschenbuchausgabe, die Orangen. Ebenso schön wie das Hardcover, leichter zu tragen, und der Clou: man zahlt weniger, bekommt dafür aber einen Stammbaum der Familien von Maite und Carlos dazu. Seit dem 17. Februar sind die „Blutorangen“ in der Pocket-Variante erhältlich … im Buchhandel eines jeden Vertrauens oder auch direkt bei Aufbau!

Dépêches bordelaises en français

Die „Postkarten aus Bordeaux“ entstanden während eines Aufenthaltes als Stadtschreiberin in Bordeaux im Frühjahr 2016, gedacht waren sie ursprünglich als kleine Lebenszeichen für Freunde. Daraus wurden längere Essays über die Stadt und ihre Umgebung, über Geschichte und Lebensgefühl. Die Gastgeberorganisation ÉCLA hat die Texte ins Französische übersetzen lassen – et voilà, bonne lecture!

 

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Buch meets Beitel: Kunst zu den „Blutorangen“

Berührend und begeisternd: Die Hamburger Künstlerin Anja Pietzarka hat sich von den Blutorangen inspirieren lassen. Sie hat ganz wunderbare Drucke hergestellt, die Bild und Text in Dialog treten lassen.  Was im stillen Stübchen einst entstanden ist, findet in den Werkstätten des Hamburger Museums für Arbeit über den Stechbeitel den Weg auf große Bögen, und es entstehen ganz neue Bild- und Gedankenwelten.

 

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Gerhard-Beier-Preis 2016 der LIT für „Blutorangen“

Noch ist nicht Weihnachten, aber es gibt schon Lebkuchen in den Läden und auch andere frohe Botschaften: Die Literaturgesellschaft Hessen verleiht ihren Gerhard-Beier-Preis in diesem Jahr für die „Blutorangen“.

 

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Europas vergessene Diktatur? Ausstellung in Aachen, Symposium in Weimar

Zwei Veranstaltungen werfen Licht auf das verschattete Erbe Francos und auf jene, die schattige Ecken nicht scheuen, die sich die Hände schmutzig machen und das Schweigen brechen.

 

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Sommernachtstraum

Die Astern blühen, und wo Astern sind, ist der Herbst nicht mehr weit. Doch bevor nun der Duft von Mandelkern und Bratapfel unsere Sinne beherrscht, einmal noch die Nase in den Rosen versenken und vom Sommer träumen. Ziemlich gut geht das zu jeder Jahreszeit mit dem bezaubernden Gartenbuch „Der Goldene Grubber“ von Kat Menschick.

 

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Sommerfahrplan. Nix geht.

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